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  Europe-China Grid InterNetworking: innovative Entwicklungen versprechen ein effizienteres Grid

Europa und China gehen mit vereinten Kräften daran, die Infrastruktur für Grid computing - das zu Grunde liegende Netzwerk - zu optimieren. Das Projekt EC-GIN (Europe-China Grid InterNetworking, http://www.ec-gin.eu) ist eine der ersten europäisch-chinesischen Forschungskooperationen, die von der EU im 6. Rahmenprogramm (FP6) gefördert werden.  Gemeinsam wird daran gearbeitet, die Fähigkeiten des Netzwerks so zu verbessern, dass Grid Anwendungen und Dienste besser arbeiten.

 

Die Kommunikationsinfrastruktur des Internet (der TCP/IP Protokollstack) wurde für umfassenden Einsatz entworfen; daher werden die besonderen Eigenschaften von Grid Anwendungen, z.B. verteilte Verarbeitung von grossen Datenmengen, nicht berücksichtigt. Dieser Ansatz funktioniert in einigen Fällen, ist jedoch weit davon entfernt, optimal zu sein – allgemeine Netzmechanismen können für das Grid zwar nützlich sein, aber nie die Effizienz von maßgeschneiderten Lösungen erreichen. Obwohl Grid Computing immer häufiger eingesetzt wird, steckt die dazu gehörende Netzwerkinfrastruktur immer noch in den Kinderschuhen.

 

EC-GIN wird auf der Basis von einigen Eigenschaften, die das Grid aus Netzwerksicht einzigartig machen, maßgeschneiderte Netzwerkverfahren für Grid Anwendungen entwickeln. Diese technischen Lösungen werden mit einem sicheren und Anreiz-gestützten Managementsystem für Grid Services und Netzwerkverkehr ergänzt, das den Interessenskonflikt zwischen Leistungsanforderungen und der ökonomischen Nutzung von Ressourcen im Netzwerk und dem Grid ausgleicht.

 

Auf technischer Seite wird EC-GIN das Grid besser arbeiten und kommunizieren lassen. In Sicherheitsaspekten werden unter anderem die gegenseitige Authentifizierung kommunizierender Komponenten, die Autorisierung von Ressourcenverbrauch, sowie die Entdeckung von Missbrauch oder Angriffen behandelt, um eine gegen Gefahren gewappnete Infrastruktur zu entwickeln. Durch eine dem Grid angepasste Verwendung des darunter liegenden Netzwerks werden Grid Ressourcen allgemein effizienter genutzt, so dass die positiven Auswirkung von Grid Computing auf Gesellschaft und Wirtschaft von Europa und China weiter verstärkt werden.

  

Dauer des Projekts ist 36 Monate (November 2006 - Oktober 2009), die involvierten Partner sind:

 

Universität Innsbruck, UIBK, Österreich

Universität Zürich, UniZH, Schweiz

Institut National de Recherche en Informatique et Automatique, INRIA, Frankreich

Lancaster University, ULANC, U.K.

Justinmind, JIM, Spanien

EXIS IT, Griechenland

University of Surrey, UniS, U.K.

Beijing University of Posts and Telecommunications, BUPT, China